Sommerrollen

Die vietnamesische Küche ist ohne ihre Sommerrollen und ihre drei wichtigsten Dipsoßen nicht vorstellbar. Sommerrollen sind leicht selber zu machen, sie bestechen durch ihre Frische, Vielfalt und Qualität. Sommerrollen schmecken als vegane und vegetarische Varianten und auch Esser von Fisch, Fleisch und Meeresfrüchten kommen auf ihre Kosten. Nicht zuletzt geben die typischen Dips und Soßen den Sommerrollen den letzten Schliff und machen den beliebten Snack auch zu einem großen Vergnügen, wenn man sich selbst an die Herstellung zu Hause macht – gerne auch zusammen mit Freunden. Sommerrollen sind vom Prinzip her schon kerngesund und weil sie auch kein Gluten und keine Laktose enthalten, sind sie für alle geeignet, die darauf achten müssen, was sie zu sich nehmen. Aus dem Vietnamesischen direkt übersetzt bedeutet ihr Name, Gỏi Cuốn, übrigens „Salatrolle“, womit man sofort versteht, warum die Dips so wichtig sind: Man muss sie als Dressing verstehen.

Sommerrollen sind typisch für Vietnam

Sommerrollen sind aus der vietnamesischen Küche ebenso wenig wegzudenken wie die legendäre Phở oder das umwerfende Bánh Mì. Zusammen mit diesen beiden Superstars bilden sie die heilige Dreifaltigkeit der schnellen vietnamesischen Küche.

Im Gegensatz zu ihrer etwas berühmteren Schwester, der Frühlingsrolle, werden Sommerrollen nicht frittiert. Das macht sie zu einer erstklassigen und vor allem leichten Vor- oder auch Hauptspeise, wenn man ein paar mehr davon genießt. Den eingängigen Namen scheinen ihnen gleichwohl erst schlaue Marketing-Experten verpasst zu haben – ist ja auch eine schöne Reihe, wenn man auf den Frühling den Sommer folgen lässt (und Herbst- und Winterrollen gibt es mittlerweile auch). Direkt aus dem Vietnamesischen übersetzt würde ihr Name Gỏi Cuốn allerdings schlicht „Salatrolle“ lauten, womit im Grunde schon fast alles gesagt ist.

Was macht eine gute Sommerrolle aus?

In ein Blatt aus eingeweichtem Reispapier werden die verschiedensten Kräuter und Gemüse, auf jeden Fall immer ein paar gekochte und kalte Reisnudeln und bei Bedarf auch bereits gegartes Fleisch, Garnelen oder Fisch so eingewickelt, dass man alles leicht mit Stäbchen oder Fingern handhaben kann. Eine gute Sommerrolle ist außerdem immer mundgerecht vorbereitet: Entweder sie wird gleich von Anfang an so klein aufgebaut, dass sie wirklich nur einen Bissen ergibt, oder man schneidet das kleine Kunstwerk nach dem Rollen in mundgerechte Stücke, wodurch die enthaltenen Zutaten noch besser zu erkennen sind. Das Reispapier wird zwar mehr oder weniger durchsichtig, wenn es mit Wasser in Berührung kommt – auch diese „Transparenz“ ist typisch für Sommerrollen –, aber noch besser sieht man, was drinnen ist, wenn man sie schräg aufschneidet.

Bei all dieser bestechenden Einfachheit und Universalität ist es kein großes Wunder, dass es die eine Sommerrolle nicht gibt. Es kann sie gar nicht geben. Vielmehr ist der Grundgedanke entscheidend, dass man kühle Zutaten hübsch miteinander ins Einvernehmen setzt, das Ganze dann mit ein bisschen Reisteig stabilisiert und mit verschiedenen Dips, Soßen oder Dressings serviert.

Genau hier liegt einer der interessantesten Aspekte der Sommerrollen, denn wer das nicht möchte, der muss niemals zwei gleiche Sommerrollen essen. Die nächste wird einfach anders zusammengestellt und fertig ist ein neues Geschmackserlebnis.

Vegetarische, vegane, glutenfreie Sommerrollen

Lebt man vegetarisch, dann bleibt man bei den pflanzlichen Bestandteilen. Möchte man Fisch, Meeresfrüchte oder Fleisch dazu, dann kommen diese eben mit in das Röllchen. Vegane Sommerrollen kann man leicht genießen, wenn man auf Dips verzichtet, die auf Fischsoße basieren. Laktose ist typischerweise ohnehin nicht zu finden und weil der Reis in den Nudeln und im Papier von Natur aus kein Gluten enthält, können auch Menschen mit der entsprechenden Unverträglichkeit oder gar Zöliakie bedenkenlos zugreifen (nur beim Dip sollte man aufpassen, weil Hoisin-Soße Weizenmehl enthält).

Diese Dips gehören zur Sommerrolle

Ausgesprochen wichtig für den finalen Genuss sind immer die begleitenden Dips und Soßen, ohne die die Sommerrollen nur halb so köstlich wären. Natürlich findet sich auch hier eine Vielzahl von Möglichkeiten und Varianten, in Vietnam werden allerdings drei Dips ganz besonders gerne serviert und genossen. Und zwar diese hier:

Nước Mắm Pha wird oft Nước Chấm genannt, wobei Nước Chấm eigentlich der vietnamesische Oberbegriff für alle Arten von Dipsoßen ist. Nước Mắm Pha ist die beliebteste und am häufigsten verwendete Soße Vietnams, übersetzt würde der Begriff nichts anderes als „verdünnte Fischsoße“ bedeuten. Sie ist einfach zu machen, passt zu unzähligen Gerichten und kann sowohl als Dip als auch als Dressing verwendet werden. Neben der Fischsoße sind rote Chilis und geschnittener Knoblauch unverzichtbare Bestandteile. Geschmack und Duft sind im Vergleich zu anderen vietnamesischen Dips eher mild.

Peanut-Soße, auch Satésoße oder Sataysoße, ist, wie der Name schon verrät, erdnussbasiert und kommt sehr oft in Kombination mit Ingwer, Kokosmilch, Chili, Knoblauch, Essig und Hoisin-Soße.

Hoisin-Soße, tương đen, wörtlich übersetzt „schwarze Soße“. Hoisin-Soße schmeckt süßlich und recht kräftig. Bestandteile sind vor allem fermentierte Sojabohnen, Zucker, Weizenmehl, Knoblauch, Essig, Chili, Salz und Sesamöl. Manchmal enthält sie auch Süßkartoffeln und Fünf-Gewürze-Pulver. Umgangssprachlich wird Hoisin auch als „asiatische BBQ-Soße“ bezeichnet.

Sommerrollen schmecken immer – wenn sie frisch sind

Sommerrollen sind eines dieser Nahrungsmittel, auf die sich so gut wie jeder einlassen kann: Veganer schätzen den konsequenten Verzicht auf tierische Zutaten und die enorme geschmackliche Bandbreite, die nicht zuletzt von den verschiedenen Dips herrührt. Gleiches gilt selbstverständlich auch für Vegetarier und wer auf Laktose oder Gluten achten muss, wird hier ebenfalls glücklich. Alle anderen Genießer freuen sich an der Frische, der Vielfalt der Aromen, an den Texturen und am Geschmackserlebnis insgesamt. Und dass die durchsichtigen Dinger sozusagen von Natur aus kerngesund sind, wird ohnehin sofort klar, wenn man sich die Zutatenliste ansieht.

Sommerrollen selber machen

Übrigens kann es eine sehr schöne, gesellige und nicht zuletzt auch pragmatische Sache sein, wenn man zur „Sommerrollen-Es(s)kalation“ einlädt: In der Küche müssen nur Reisnudeln, Gemüse, Kräuter, die einfach zu machenden Soßen und auf Wunsch Zutaten wie Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte vorbereitet werden. Am Tisch hat dann jeder Gast den großen Spaß, sich nach freiem Ermessen selbst zu bedienen und sich am Einrollen der Zutaten zu versuchen – witzige erste Fehlversuche eingeschlossen.

Außerdem gibt es da dieses Gerücht, dass sich die frittierten Hähnchenstücke einer US-amerikanischen Fast-Food-Kette – in Streifen geschnitten – ganz hervorragend als Füllung für eine Sommerrolle eignen. Aber von uns haben Sie das nicht …

Tipp:

Wenn Sie es ein bisschen lockerer angehen wollen, dann können auch eine Sweet-Chili-Soße aus dem Glas, ein bisschen Sojasoße aus der Flasche oder etwas Erdnussbutter mit Ingwer, Reisessig und Knoblauch durchaus brauchbare Dips ergeben.

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